Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Bereits vor mehr als 3000 Jahren entwickelte sich die Chinesische Medizin .
Es entstand über die Jahrtausende ein umfassendes System von Diagnosen und diversen Therapieformen ,die auch heute noch Anwendung finden und immer wieder dem Aktuellen Wissen angepaßt werden.
 
Die Grundlage für die Behandlungen und Untersuchungen unserer Patienten bildet das Ursprüngliche Wissen und die Herangehensweise der Chinesischen Kaisermedizin.
- Fu Xi = Holzkaiser (2950 – 2800 v.Chr.)
- Shen Nong = Feuerkaiser (2800 -2700 v.Chr.)
- Huang Di = der gelbe Kaiser (2700-2600  v.Chr.)
Dieses wird ausführlich im 5000 Jahre alten ersten Grundlagenwerk
„Huang Di Nei Jing „ (2700 – 2600 v.Chr.)  die Medizin des gelben Kaisers bechrieben
Dieses Buch gilt auch heute noch als eine der wichtigsten Grundlagen für das Studium der TCM
im Osten wie im Westen.

Die Chinesische Medizin war und IST  vor allem eine Präventionsmedizin.
In alter Zeit war es die Aufgabe des Arztes,Krankheiten vorzubeugen und rechtzeitig ihr Entstehen zu erkennen bevor sie ausbrechen.
Andererseits aber bestand aber die Pflicht des Patienten,sich genau an die Anweisung des Arztes zu halten.
                                        Huang Di (der gelbe Kaiser ) sagte einst
Arzneien gegen Krankheiten zu verabreichen ,die sich bereits entwickelt haben und Leiden zu behandeln die bereits zum Ausbruch gekommen sind, ist so,als wollte man seine Waffen erst schmieden,wenn der Kampf bereits begonnen hat.

Ursprüngliches Wissen
Das Menschenbild in der chinesischen Medizin geht von All - umfassenden Ganzen aus.
Der Mensch steht zwischen Himmel und Erde und nimmt somit am Kosmischen Geschehen teil und wird davon beeinflußt.
Sein biologisches System ist eingebettet in die Rhytmischen Prozesse der Natur.
(Jahreszeiten,Tag und Nacht ,Ebbe und Flut etc.)
Gesundheit wird in der TCM definiert als die Fähigkeit in diesem natürlichen Rhythmus mitzuschwingen und sich ihm anpassen zu können.

Das allumfassende Ordnungsprinzip in der Natur nennen die Chinesen auch „Dao „
Dao ist die Ganzheit, die Einheit und die Harmonie der Gegensätze.
In der menschlichen Welt wird es als Polarität sichtbar – und wird symbolisch mit den Begriffen Yin und Yang dargestellt.

Yin und Yang verhalten sich dynamisch zueinander.

Yin und Yang bedeuten Schatten – und Sonnenseite eines Hügels .
Yin und Yang vermitteln Bewegung und damit verbunden auch Wandlung.
Beide Seiten, Yin und Yang sind immer gegenwärtig,gehören zusammen und brauchen sich für ihre Existenz.

                          " Erst in ihrer Vereinigung und Verwandlung bilden sie ein Ganzes."

Jede Fixierung auf eine Seite oder die Störung des Zusammenspiels läßt die andere Seite leiden und krank werden.
Kern der chinesischen Lebensführung ist somit in allem die goldene Mitte zu finden

ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Yin und  Yang

Um dieses Gleichgewicht zu bekommen wird Energie – Qi benötigt
Qi hat keine Substanz,ist unsichtbar und formlos.
Es läßt sich nur spüren oder fühlen.
Qi durchdringt alles und manifestiert sich in verschiedenen Formen.
Qi durchdringt den ganzen Körper eines Wesens auf miteinander verbundenen Bahnen den" Meridianen" .
Das Himmlische Qi (Zong Qi) erhält er über den Sauerstoff, Strahlung und Klimatische Einflüsse
Das Irdische Qi (Ying Qi) über die Nahrung.
Das Abwehr Qi (Wie Qi ) umhüllt den Körper wie ein Schutzschild um schädigende Einflüsse (Viren ,Bakterien etc.) fern zu halten.
Das angeborene Qi (Yuan Qi ) ist sein Vermögen auf Einflüsse zu reagieren .

Die Darstellung von Qi ist immer mit der Idee von strömen,sich verbreiten und fließen verbunden.

Qi belebt, Qi erwärmt ,verwandelt.
Jedes Organ,jedes Gewebe, jedes Sinnesorgan wird tätig (lebt) durch Qi.
Qi besitzt die Fähigkeit im Körper alles in Bewegung zu versetzen und das freie Fließen von Qi ist die Grundlage für die Gesundheit des Menschen.

Über die Meridianen / Leitbahnen in denen das Qi fließt wird das Qi verteilt.